24.02.2017 12:01

Soziale Absicherung der Pflegeperson

Gesellschaftspolitisch ist eine bessere Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf erwünscht. Deshalb gibt es die Möglichkeit, dass ein Angehöriger sich bei einer plötzlich auftretenden Pflegesituation bis zu 10 Tage Auszeit von der Arbeit nehmen kann und eine Lohnfortzahlung (Pflegeunterstützungsgeld) erhält. 

Wenn der Betrieb mehr als 15 Mitarbeiter beschäftigt, kann der pflegende Angehörige sich im Rahmen der Pflegezeit für 1 bis 6 Monate teilweise oder vollständig für die häusliche Pflege freistellen lassen. Wenn der Betrieb mehr als 25 Mitarbeiter hat, hat der pflegende Angehörige ein Recht auf Teilzeit (mind. 15 Stunden) für bis zu zwei Jahre (Familienpflegezeit). Der pflegende Angehörige kann ein zinsloses Darlehen beantragen, um seinen Einkommensverlust auszugleichen. 

Zur besseren sozialen Absicherung können pflegende Angehörige Beiträge zur gesetzlichen Renten- und Unfall- sowie Arbeitslosenversicherung beantragen, wenn:

  • der Pflegebedürftige in häuslicher Pflege versorgt wird und mindestens in Pflegegrad 2 eingestuft wurde
  • die Pflegeperson die Pflege an mindestens zwei Tagen pro Woche für zusammen mindestens 10 Stunden übernimmt
  • die Pflegeperson regelmäßig maximal 30 Wochenarbeitsstunden erwerbstätig ist und
  • die häusliche Pflege nicht erwerbsmäßig übernimmt. 

—————

Zurück


Kontakt

R U N D U M Seniorenbetreuung

Dr. Michaela Hartwig
Am Finkenschlag 9
52078 Aachen


0241 95 29 862
0157 75 87 15 83